Fès-Eine Reise in Die Vergangenheit

Schon beim Durchschreiten des "Bab Boujeloud", des Blauen Tores hat der Besucher das Gefühl, dass Fés anders ist. Es zeigt sich nicht so weltmännisch wie Marrakesch, nicht so relaxed wie Essaouria und ebenso wenig gemächlich wie Ouarzazate.

Fés ist voller Menschen, es herrscht eine geschäftige und angespannte Atmosphäre im Gewirr der engen Gassen, die noch unübersichtlicher sind als die von Marrakesch. Der Ortsunkundige ist hier für immer verloren. Manche dieser sich um die Häuserecken windenden Gänge sind so schmal, dass ein etwas beleibterer Europäer sie vielleicht nicht einmal seitwärts betreten könnte.

Fés hat die älteste noch erhaltene Altstadt der Welt. Mittelalterlich sind indessen nicht nur die Bauten, sondern auch das Treiben in den Soukhs. Hier fahren keine Motorräder, keine Fahrräder, geschweige denn Autos. Wer seine Einkäufe oder andere Waren zu transportieren hat, der mietet sich einen der Männer, die mit einem Esel oder einem Karren solcherlei Transporte durchführen.

Fés ist die einstige Hauptstadt Marokkos und insgeheim ist sie es immer noch. Die intellektuelle und religiöse Elite des Landes kommt aus Fés. Hier werden die Fäden gezogen, die die wirtschaftliche und kukturelle Zukunft des Landes betreffen. Trotz allem oder gerade deswegen gibt sich Fés ausgesprochen konservativ. Die Strassen sind, wenn überhaupt, nur auf Arabisch beschriftet. Lediglich die touristsichen Attraktionen weisen auch lateinische Buchstaben auf.

Neben Gästen aus dem europäischen Ausland kommen auch sehr viele Besucher aus Westafrika und insbesondere Afroamerikaner nach Fés. Das hat einen ganz speziellen Grund.. In Fés ist der Gründer des mystischen Sufi-Ordens der Tijania-Bruderschaft begraben. Der in Algerien geborene Sidi Ahmed Tijani wirkte viele Jahre in Fés und seine Lehren verbreiteten sich in alle Welt, bis hin nach Indonesien, den Senegal und eben auch in die Vereinigen Staaten.

Die einmalige religiös-islamische Atmosphäre ist in der Nähe der hochberühmten Qarawīyīn-Moschee deutlich zu spüren. Unweit der Moschee befindet sich auch das Grab des Sidi Ahmed Tijani.

Das Betreten des Inneren beider Bauwerke ist Nichtmuslimen untersagt, das gleiche gilt für das Mausouleum des Moulay Idriss II., des Stadtgründers von Fés.

Doch auch der westliche Besucher sollte es nicht versäumen, einen Spaziergang durch diese Teile der Stadt zu machen um vielleicht diesen oder jenen Blick in das Innere der Heiligtümer zu erhaschen, denn genau das ist es, was Fés ausmacht. Die Fési pflegen ihre Traditionen und ihre Heiligtümer mit großer Hingabe.

So eng, unscheinbar und verschlossen die Mauern im alten Stadtkern auch zu sein scheinen, hinter den Türen und Toren befindet sich immer eine Welt voller Schönheit und Liebreiz. Plätschernde Springbrunnen,  üppig begrünte Innenhöfe mit orientalischem Dekor spenden Schatten und versprechen Erholung nach einem Bummel durch die Soukhs in der Hitze des Tages.  Am Abend geht es dann in eines der traditionellen Restaurants. Die Fasi-Küche ist die raffinierteste und schmackhafteste von ganz Marokko, vom Couscous Royale bis hin zur Pastilla, einer mit Täubchenfleisch gefüllten Blätterteigpastete, die mit einem Hauch Puderzucker bestreut wird.

Fès müssen Sie probieren!

Nach Fés gibt es Direktflüge mit Ryanair von Deutschland aus. Ein Flug nach Casblanca oder Tanger ist ebenfalls möglich. Den Rest der Strecke bewältigt man dann mittels eines Mietwagens oder einfach mit dem Zug. Letzteres ist in der 1. Klasse recht komfortabel und noch dazu erschliesst sich hier die Möglichkeit, unkompliziert mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Einige Reiseveranstalter bieten auch organisierte Pauschalreisen nach Fés an.


 

 

 

Ob ganz traditionell in einem Riad oder in einem modernen Luxushotel am Rande der Stadt, vielleicht auch in einer kleinen, familären Pension, eine große Auswahl an interessanten und ungewöhnlichen Unterkünften gibt es hier.

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Kommentare: 2
  • #1

    Antonina Gongora (Sonntag, 05 Februar 2017 14:42)


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  • #2

    Teofila Henegar (Montag, 06 Februar 2017 12:45)


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